Tag 18 – Das Konzert

Der heutige Tag war bisher der absolute Höhepunkt unserer Reise.
Zusammen mit Fiorella fahren wir am Nachmittag zum „Teatro cidade delas artes”, einem Kulturzentrum mit einer riesengroßen Halle aus Beton (architektonisch ein Kunstwerk), Reiner ist total begeistert von den fließenden Räumen und den Konzertsälen mit ihrer fantastischen Akustik.

Immer mehr Schüler des ASM trudeln ein, was am heutigen Tag besonders schwierig ist: Die Nachwuchstruppe der „Camerata jovem“ (Jugendorchester) kommt nämlich aus der Favela „morro do macacos”, wo heute Morgen Schießereien begonnen haben zwischen zwei rivalisierenden Banden. Fiorella, (Leiterin und Gründerin der Institution ASM) hat es geschafft, einen Weg zu finden, der den Jugendlichen ein sicheres Herauskommen ermöglichte.

Wir bekommen ein persönliches Programm vorgelegt, versehen mit Namen als Dank für die 10-jährige Unterstützung.

Die Spannung steigt, der Konzertsaal öffnet sich, die jungen Musiker treten ein. Das einstündige Konzert ist eine Mischung aus klassischer und brasilianischer Musik. Das Zusammenspiel der einzelnen Instrumente und die Rhythmik sind fantastisch. Man spürt die brasilianische Lebensfreude und die Leidenschaft, mit der die Jungen und Mädchen spielen.
Ein wunderbares Konzert, das uns alle verzauberte. Wir haben großen Respekt vor der Leistung dieser jungen Menschen, die mit enormem Fleiß es zu diesem Niveau geschafft haben.

Alle zusammen mit den Mitgliedern der ehrenamtlichen Berater, gehen wir zum Abendessen in eine „Churrascaria“, denn Fleisch ist was ganz Besonderes für diese Jugendlichen. Eine wunderbare Stimmung, ausgelassen fröhlich, wie es besser nicht sein könnte.

Um Mitternacht kehren wir zurück, erfüllt, und glücklich, diesem wunderbaren Abend erlebt zu haben, reich an Musik und Begegnungen.
Der “Camarata da Vila “und Fiorella gilt unserer besonderer Dank, denn sie gibt diesen jungen Menschen die Möglichkeit für eine bessere Zukunft.
Gerade haben wir die Nachricht bekommen, dass die jungen Musiker erst heute Mittag wieder zurück nach Hause kehren konnten. Sie haben die Nacht über in einem kleinen Hotel in Rio/Stadt geschlafen.


In den Morgenstunden ist ein junger Mann versehentlich durch einen Schuss getroffen worden. Er war befreundet mit einem der Musiker.
Dies ist die harte Realität in den Favelas, die Jugendlichen stehen immer in der Versuchung das schnelle Geld mit Kriminellen zu machen oder den längeren Weg zu gehen mit einer Schulausbildung und dazu noch ein Instrument zu erlernen. Das Bewusstsein für Bildung ist gewachsen, denn sie verstehen, dass dieser Weg eine Perspektive hat. Viele der jungen Männer aus diesem Milieu sind mit 25 Jahren tot oder im Gefängnis.
Umso größer ist die Wertschätzung für dieses junge Orchester, das mit viel Ausdauer und Fleiß musiziert. Großartig!!!!!

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