Reisebericht
Vila San Jose, dieser Stadtteil in der Südzone von São Paulo, hat in ein völlig anderes Gesicht bekommen. Die Bewohner sind selbstständiger und erwachsener geworden. Sie müssen bei der Arbeitssuche nicht mehr ihren Wohnort „die Favela“ verheimlichen.
Eine Psychologin und eine Logopädin wurden eingestellt, um Kinder die unter Sprachschwierigkeiten, sexuellen Missbrauch, Gewalt und Lernschwierigkeiten leiden zu fördern. Die Zahnärztin kommt nun wieder zweimal die Woche, was bei 350 Kindern unbedingt nötig ist. Außerdem wurde die Bibliothek renoviert.
Zuletzt besichtigten wir das Familienhaus, in dem acht Kinder (drei Monate das Jüngste, 16 Monate das Älteste) mit Pflegemüttern vorübergehend wohnen. Ziel ist es, sie nach einem gewissen Entwicklungsstand in eine Pflegefamilie zu integrieren oder eine Adoption zu ermöglichen.